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Schnecken

Ratgeber

Schnecken (Gastropoda)


Diese leben besonders gerne an feuchten Standorten, leider ist Orchideesubstrat ein möglicher Aufenthaltsort. Sie werden in der Dunkelheit aktiv und ziehen sich am Tag in Schlupfwinkel zurück. Das Vorhandensein von Schnecken ist an ihren silbrigen glänzenden Schleimspuren erkennbar. Manchmal sind auch die Eier der Schnecken im Substrat zu sehen. Sie kleben in Gruppen aneinander und sind fast durchsichtig. Schnecken sind Schädlinge, die bei Orchideen mit am häufigsten zu starken Schäden führen.

Syptome: Schnecken fressen Blätter, Triebe und Wurzeln der Orchidee mit großem Appetit an. Verschont bleibt nichts pflanzliches, auch dickblättrige Pflanzen und sogar Torf aus dem Substrat dienen als Nahrung. Die kleinen Gehäuseschnecken leben hauptsächlich im
Substrat und treten nach dem Gießen an die Oberfläche. Dabei verraten sie sich durch ihre Schleimspuren selber.
Die Schäden können schnell sehr groß werden, in einer Nacht sind manchmal alle Knospen oder sogar halbe Orchideen verschwunden.

Vorbeugung: Orchideen die im Sommer im freien kultiviert werden, sind besonders gefährdet. Deshalb sollten diese auf einer Unterlage gepflegt werden, die den Schnecken den Zugang schwierig macht. Dies könnten z.B. mit Wasser gefüllte Fensterbankschalen sein. Die Orchideen müssen natürlich auf einem Gitter stehen, damit sie keinen Kontakt mit dem Wasser bekommen. Auch eine frei hängende Position ist sehr hilfreich.

Bekämpfungsstrategie: Zunächst sollte man sich bei Verdacht auf Schneckenbefall bei Einbruch der Dunkelheit auf die Lauer legen und die Tiere ein – und absammeln. Schauen sie sich dabei auch das Substrat genau an, oft verstecken sich die Schnecken dort. Drehen sie lose, obere Rindenteile um und schauen sie darunter. Diese Strategie kann man unterstützen, indem man Gurkenscheiben auf das Substrat und die Umgebung der Töpfe legt: Besonders die kleinen Gehäuseschnecken lassen sich so anlocken und absammeln. Gurkenscheiben haben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Schnecken. Das ausbringen der Gurkenscheiben muss über mehrere Tage erfolgen: Die Scheiben werden am frühen Abend auf dem Substrat ausgelegt, nach 3-4 Stunden kann das erste mal gesammelt werden. Am Morgen werden die Schnecken nochmals entfernt und die Gurkenscheiben werden jetzt vom Substrat genommen um Schimmel zu vermeiden.
Diese Prozedur ist so lange zu wiederholen, bis sich keine Schnecken mehr an den Gurkenscheiben sammeln. Nach 2-4 Wochen sollte die Behandlung unbedingt wiederholt werden, um inzwischen herangewachsene Jungtiere zu entfernen. Falls der Befall sehr stark ist, gibt es auch ein chemisches Mittel. Das Schneckenkorn.
Schneckenkorn muss so ausgewählt werden, dass es bei der auftretenden Schneckenart auch wirklich zum gewünschten Effekt führt. Wenn sie Schneckenkorn kaufen achten sie darauf, dass sie ein Produkt mit dem Wirkstoff Eisen mind. 2% nehmen. Das lieben die kleinen Schnecken. Wenn sie es aufnehmen trocknen sie innerlich aus und das Tier und auch die Eier sterben ab. Nach ca. 2-3 Wochen nochmals Schneckenkorn aufstreuen um die Nachzügler auch noch zu vernichten. Schauen sie vor allem auf den Bestandteil Eisen beim Schneckenkorn, denn es gibt verschiedene Sorten. Die mit Eisenanteil ist die effektivste.

 
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